Blockchain Summit Malta 2018 – Die Zukunft von Krypto – Cointalk #59

Blockchain Summit Malta 2018 – Die Zukunft von Krypto – Cointalk #59

Blockchain Summit Malta 2018

Malta, mystische Insel im Mittelmeer, kleinstes EU-Land mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr, lockt mit mediterraner Lebensart, herzlicher Gastfreundschaft, kulturellem Reichtum und sagenhaften Geschichten.

Und mittendrin die Super-Korrespondenten Detlev Beckmann und Patrick Flender in bester Urlaubsstimmung. Gibt Cointalk jetzt Reisetipps?

Natürlich nicht. Außer Sonne und Meer bietet Malta auch noch die Malta Blockchain Summit, eine Messe rund um die bahnbrechende Blockchain-Technologie und ihre vielfältigen Möglichkeiten die Welt zu revolutionieren.

Moderator Andy Uliczka konnte es sich natürlich nicht nehmen lassen eine Sendung mit einem Malta-Special zu machen. Die gelöste Atmosphäre ist den beiden Korrespondenten deutlich anzusehen. Doch unter welchem Vorzeichen diese Blockchain Summit stand, wurde schon bei der Ankunft am Flughafen klar: Bei der Gepäckausgabe trafen Detlev Beckmann und Patrick Flender bereits auf einen der Giganten im Bits und Bytes Universum, Master Of The Cryptoverse John McAfee, einer der geladenen Speaker auf dieser Veranstaltung, der nur ganz bescheiden meinte, er wolle der Welt erzählen, wie er das sieht.

Hier ist die Cointalk Sendung zu diesem Blogartikel:

Start: Das Gala Dinner

Dieses Vorzeichen hat sich dann auch auf der Messe bestätigt. Die Bilder und Interviews zeigen, das Niveau wurde deutlich angehoben. Schließlich sollte es ja auch Werbung für den Wirtschaftsstandort Malta seien. Vor 3 bis 4 Jahren glich das alles noch mehr einem Kindergarten, so Beckmann. Jetzt sind alle sehr gediegen im Business-Anzug bzw. -Kleid unterwegs, professionelle Aussteller haben hier ihre Stände. Es geht darum Business
aufzubauen. Hier wird Zukunft gemacht.

Gala Dinner Blockchain Summit Malta

 

Wohin geht die Crypto Branche?

Die Themen auf der Summit 2018 waren vielseitig: Cryptowährungen, Soft- und Hardware Wallets, Zahlungsschnittstellen, ATMs, Sicherheit, Legitimation, Rechtssicherheit, künstliche Intelligenz und vieles mehr – und natürlich Spiele. Es gab sogar die Malta Blockchain Awards, eine Preisverleihung im Stile eines Oscar, z.B. mit den Preisen
„Bester ICO“, „Größtes Mining Unternehmen“ und „Größte Innovation“

Enormer Attraktivität auf der Blockchain Summit 2018 erfreute sich Sophia Robot, die sich leider nicht küssen lassen wollte, so Patrick Flender scherzhaft. Gemeint ist ein vom Hongkonger Unternehmen Hanson Robotics entwickelter humanoider Roboter. Sie besitzt künstliche Intelligenz, die Fähigkeit zu visueller Datenverarbeitung und zur Gesichtserkennung und ist der weltweit erste Roboter, der eine Staatsbürgerschaft besitzt.
Oder heißt es an dieser Stelle etwa bereits Robote-rin?

Sophia Robot Malta Blockchain Summit

Gleich zu Beginn der Messe hielt Sophia eine Rede. Sie spricht eigenständig, spricht sehr vielschichtig, in ganzen Sätzen. Man kann ihr auch komplexe Fragen stellen, die sie aus dem Stegreif beantwortet. Dabei kann sie Daten Live aus dem Internet zu Rate ziehen und dazulernen, wie Menschen auf ihr Verhalten reagieren und das dann abspeichern. Ihre Mimik und Gestik passt sich dem was sie sagt an. Sie kann traurig sein, sie kann lächeln,
lachen und sogar Wut ausstrahlen.

Sophia Robot Malta Blockchain Summit

Das ist schon sehr beeindruckend, meinten unsere Korrespondenten einstimmig. Ihre Rede klang vielleicht noch nicht ganz menschlich, aber
es war schon sehr erstaunlich. Man hatte das Gefühl, sie hat eine eigenständige Meinung.

Solche Roboter werden sicher bald eingesetzt, z.B. in der Altenpflege, im Behindertenbereich, im Haushalts Pflegebereich, überall da wo der Mensch Hilfe und
Unterstützung braucht. Alles was ein Roboter erledigen kann, wird er in Zukunft auch erledigen. Auch für den kommunikativen Bereich sind solche Roboter gut zu gebrauchen.

Gambling & Krypto?

Sie können eine Brücke zwischen Computer und Mensch bilden. Ein riesiger Bereich sind natürlich Spiele, die Games. Hier hat sich Malta bereits etabliert.

Sehr innovativ sind z.B. die 3D Spiele. Hier hatte Detlev Beckmann seine ganz persönlichen Erfahrungen, die er im Interview leider nur andeutet. Der ganze Gaming Bereich sei im Wachstum begriffen und man sehe deutlich, da ist gerade Vieles im
Entstehen.

Online Games werden über die Blockchain immer mehr mit Zahlungsschnittstellen verknüpft. Man könnte sich vorstellen, dass über die Blockchain Live mit anderen Spielern interagiert werden kann. Außerdem könnte den Gamblern, also den Glücksspielern, dadurch sofortige, direkte Zahlungen ermöglicht werden, so dass Gutschriften in Echtzeit ausgezahlt werden könnten und das alles mit einer unglaublichen
hohen Geschwindigkeit und Leistung.

Besonders beim Thema Kryptowährungen war der Eindruck sehr deutlich, dass es weg geht vom Schmuddel-Image.

Vorträge zum Thema Rechtssicherheit und Co

Es gab viele Referate zu dem Thema ICOs (Initial Coin Offerings, also Anteile einer neu emittierten Kryptowährung) und Scams (also betrügerische Angebote). Hier wird sich redlich darum bemüht Aufklärung zu leisten und regulatorisch alles vernünftig aufzustellen. Zum ersten mal waren auch viele Bänker dort.

Man hat den Eindruck, die Welt ist wach geworden und die vormalige Nerd-Szene hat sich zum Business entwickelt.

Die großen Themen auf der Malta Blockchain Summit 2018 waren vor allem Zahlungsschnittstellen. Sehr spannend auch im Bereich der digitalen Geldbörsen, die Multiwallets. Das sind Cyberwallets, bei denen man direkt mit Euro oder Dollar einzahlen kann, die also eine Exchange- oder Wechsel-Funktion erfüllen. Dafür gibt es natürlich ganz tolle Einsatzmöglichkeiten. Die Blockchain- Technologie ist ganz klar angekommen und bietet viele funktionstüchtige Anwendungsmöglichkeiten. Jetzt geht es um die Umsetzung. Die meisten Aussteller und Besucher der Messe beschäftigte die Aufgabenstellung, wie kann man Crypto in der Welt implementieren? Mit anderen Worten, wie kann man die Anwendungen unaufwendig in den Alltag integrieren, bzw. für den Verbraucher nützlich machen?

Malta und Krypta

Wo man sich in Deutschland noch mit Digitalisierung schwer tut und beim Thema Kryptowährungen immer noch an Rechtssicherheit gearbeitet werden muss und es ein großes Durcheinander gibt, ist Maltas Einstellung extrem positiv und progressiv. Malta ist ganz klar in einer aufstrebenden Liga. Was hier Unternehmen angeboten wird, z.B. an steuerlicher Infrastruktur, ist für Unternehmer in diesem Bereich hochgradig interessant.

Marie Louise Coleiro Preca, seit 2014 amtierende Präsidentin von Malta, hat die Eröffnungsrede auf der Gala gehalten und ganz klar gemacht, wo sich der Inselstaat diesbezüglich positionieren wird. Das wird definitiv an der Spitze sein. Es werden entsprechende Gesetze in die Wege geleitet, die eine Ansiedlung von Crypto-Business unterstützt.

Es gibt bereits viele Firmen auf Malta, die ICO-Anbieter in diversen Aspekten beraten, die sich z.B. auf Rechtsberatung in diesem Bereich spezialisiert haben und die ihre Leistungen von hier aus international anbieten.

KYC und Krypta

Detlev Beckmann und Patrick Flender haben dort mit einem Unternehmen gesprochen, dass sich gerade ganz neu gegründet hat und dass den ganzen sogenannten KYC-Prozess (Know-Your-Costumer-Process) komplett von Malta aus übernehmen kann und das voll automatisiert. Dabei geht es um das Thema Legitimierung, vor allem zur Vorbeugung von Kriminalität – Stichwort Geldwäsche – und um Meldepflichten im Punkto Steuern. Dieses Angebot ist für die beiden Unternehmer besonders reizvoll, weil sie es dringend benötigen, um so auf einfache Weise in ihrem Unternehmen für die tägliche Rechtssicherheit zu sorgen.

Stablecoins – die Alternative im Payment zur FIAT Währung?

Was die beiden Korrespondenten auf der Summit sehr überrascht hat: In der Welt der Kryptowährungen geht die Richtung stark zu den Stable-Coins. Anstatt das Geld aus dem Markt zu ziehen, indem man Coins in Euro oder in Dollar wechselt, setzt hier die Mehrheit auf das Wechseln in Stable-Coins. Das sind Coins, also digitale Münzen, die eine gewisse Wertstabilität besitzen, wie z.B. der Tether, der sich sehr stark am US-Dollar orientiert.

Diese Coins entstehen in dem Moment, in dem sie gebraucht werden, um den Kurs stabil zu halten. Wenn es mehr Coins geben soll, dann werden mehr produziert, wenn zu viele da sind, werden sie digital vernichtet und dadurch hält man immer einen bestimmten Kurs. Viele Anbieter in der Banche haben ähnliche Gedanken, wie z.B. am Stand vom EURS, den man hier sehen konnte, einer der neuesten Stable-Coins, der sich am Euro orientieren
soll.

Eine phantastische Möglichkeit, die unsere beiden Unternehmer so noch nicht gesehen hatten. Eine Inspiration, weiter in diese Richtung zu schauen und daran zu arbeiten, die sie auf jeden Fall mit nach Deutschland bringen. Sie hatten bisher in ihren Unternehmungen häufig darüber nachgedacht gedacht, wie man Crypto in Euro oder Dollar wechseln kann, um Verluste zu vermeiden. Was sie von Malta mitnehmen ist, dass es die Möglichkeit der Stable-Coins gibt, die ihnen natürlich vorher schon bekannt war, die sie aber bisher nicht favorisiert hatten. Das hat sich jetzt geändert.

Malta Summit – Vernetzungen und Co

Überhaupt nehmen die Unternehmer Beckmann und Flender für sich viel von der Messe mit nach Hause. Zunächst die Gewissheit, dass sie im direkten Vergleich in ihrem Business gut aufgestellt sind, aber auch viele neue Ideen und Kontakte, z.B. zur Genesis Group / Genesis Mining.

Das ist ein Weltklasse-Kryptounternehmen mit großem Engagement im Bereich digitaler Währungen, das mit Leidenschaft am Wachstumsprozess dieser Gemeinschaft teilhat. Es gab also viele Gemeinsamkeiten. Die beiden Korrespondenten sprachen mit Genesis über Zukunftspläne. Laut eigener Aussage planen sie jetzt auch selbst Crypto Exchange Betreiber zu werden und sind als erstes Miningunternehmen in Deutschland Gründungspartner des Logos Fonds, einem von der BaFin offiziell zugelassenen Bitcoin Mining Fonds, der sich an professionelle Investoren richtet, die Zugriff auf das Potential von Bitcoin und anderen Kryptowährungen erhalten wollen. Das Unternehmen sei mittlerweile mit über 2 Millionen Kunden der weltführende Multi-Algorithmus Cloud Mining Service.

Detlev Beckmann und Patrick Flender haben die Leute von der Genesis Group bei dieser Gelegenheit gleich mal zu einer Cointalk Sendung eingeladen und bekamen eine Zusage. Wann die Sendung stattfindet, wird an dieser Stelle noch bekanntgegeben. Ist dies ein Vorzeichen, dass auch Cointalk immer internationaler wird? Um bei unserem Themengebiet immer aktuell zu sein, ist das auf die Dauer sicher unvermeidbar.

Und jetzt doch noch ein kleiner Reise Tipp von Flender und Beckman: Sushi soll auf Malta sehr gut sein und man kann sehr gute Cocktails trinken. Wer sich Blockchain-technisch gut aufgestellt hat, darf getrost feiern!

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